﻿# Social-Skripte

Alle Skripte sind auf 30-45 Sekunden angelegt. Der Ton ist zugespitzt, aber jeder Clip endet mit einer belegbaren Frage oder Forderung.

## Kurzvideo 1: Der Einstieg

**Hook:**  
Eine Ministerin, ein Ex-Energievorstand und ein Klimaziel, das plötzlich "flexibel" werden soll.

**Skript:**  
Katherina Reiche ist seit dem 6. Mai 2025 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Vorher war sie Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG. Im März 2026 steht sie auf der CERAWeek in Houston und spricht laut Medienberichten davon, dass beim EU-Ziel Klimaneutralität 2050 vielleicht eine Lücke von 5 bis 10 Prozent bleiben könne. Das Problem: Dieses Ziel ist EU-Recht. Also die Frage ist nicht, ob Reiche eine Meinung haben darf. Die Frage ist: Warum relativiert eine deutsche Wirtschaftsministerin ein verbindliches Klimaziel auf einer Energiekonferenz?

**On-Screen:**  
Von Westenergie ins Ministerium. Von EU-Recht zu "5-10 Prozent Lücke"?

**CTA:**  
Quellen im Faktenhub. Teilen, wenn du Transparenz willst.

## Kurzvideo 2: Die Drehtür

**Hook:**  
Manchmal muss man keine Verschwörung suchen. Eine Drehtür reicht.

**Skript:**  
Reiche war bis 2025 Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG. Seit Mai 2025 führt sie das Ministerium, das Energiepolitik und Energiemärkte mitgestaltet. Das ist nicht automatisch illegal. Aber es ist politisch hoch relevant. Denn wer aus einer Branche kommt und danach Regeln für diese Branche mitprägt, muss besonders transparent sein. Genau darum geht es: nicht Privatleben, nicht Unterstellungen, sondern Kontrolle.

**On-Screen:**  
Legal heißt nicht unproblematisch.

**CTA:**  
Fordere Offenlegung der Lobbykontakte.

## Kurzvideo 3: Das Gasnetz

**Hook:**  
"Kein Gasgeschäft" klingt gut. Dann kommt die Webseite.

**Skript:**  
t-online berichtet: Reiche sagte, Westenergie umfasse kein Gasgeschäft. Gleichzeitig verweist Westenergie laut t-online auf ihre Verteilnetztochter Westnetz und 38.000 Kilometer Gasleitungen. Jetzt kann man juristisch über Konzernstruktur reden. Politisch ist die Sache einfacher: Wenn dein früheres Umfeld so tief in Gasinfrastruktur steckt, braucht die Öffentlichkeit volle Transparenz über Kontakte, Interessen und Entscheidungen.

**On-Screen:**  
38.000 km Gasnetz. Null Fragen?

**CTA:**  
Nicht behaupten. Nachfragen.

## Kurzvideo 4: Houston

**Hook:**  
Wo stellt man ein EU-Klimaziel infrage? Offenbar in Houston.

**Skript:**  
CERAWeek in Houston nennt sich selbst eine der weltweit führenden Energiekonferenzen. Dort sagte Reiche laut Medienberichten, Europa müsse beim Ziel Klimaneutralität 2050 flexibler werden. Aber die EU-Klimaneutralität 2050 steht im Europäischen Klimagesetz. Deshalb braucht es eine klare Antwort: Steht die deutsche Wirtschaftsministerin zu diesem Ziel oder bereitet sie den Ausstieg aus der Verbindlichkeit vor?

**On-Screen:**  
2050 ist kein Vorschlag. Es ist EU-Recht.

**CTA:**  
Frag dein MdB: Gilt das Ziel noch?

## Kurzvideo 5: Das Gutachten

**Hook:**  
Ein Gutachten ist keine Knetmasse.

**Skript:**  
Greenpeace wirft dem Wirtschaftsministerium vor, mindestens 28 inhaltliche Änderungen an einem Monitoringbericht veranlasst zu haben. Es geht um Formulierungen, Grafiken und politische Lesarten. Das Ministerium muss erklären: Was wurde geändert, von wem, warum und auf welcher fachlichen Grundlage? Wenn Gutachten Politik begründen, muss man ihre Entstehung prüfen können.

**On-Screen:**  
28 Änderungen. 0 Ausreden.

**CTA:**  
Alle Fassungen offenlegen.

## Kurzvideo 6: Das 80-Prozent-Ziel

**Hook:**  
Wenn ein Ziel aus der Grafik verschwindet, verschwindet nicht das Problem.

**Skript:**  
Greenpeace schreibt, das 80-Prozent-Ziel für erneuerbaren Strom sei aus einer zentralen Grafik des Monitoringberichts verschwunden. Das ist nicht nur Layout. Solche Darstellungen beeinflussen, was politisch als realistisch, teuer oder nötig gilt. Deshalb gehört jede Änderung offengelegt: Original, Endfassung, Begründung.

**On-Screen:**  
Wer Ziele aus Grafiken nimmt, muss erklären warum.

**CTA:**  
Transparenz vor Spin.

## Kurzvideo 7: CCS

**Hook:**  
CCS taucht politisch auf. Aber wo war die Analyse?

**Skript:**  
CCS, also CO2-Abscheidung und Speicherung, spielt in Reiches 10-Punkte-Plan eine große Rolle. Greenpeace sagt: In den erstrittenen Unterlagen zum Gutachten tauchte CCS so nicht als Analysebasis auf. Wenn das stimmt, ist die Frage simpel: Warum stützt man politische Kernpunkte auf ein Gutachten, das diese Punkte gar nicht entsprechend herleitet?

**On-Screen:**  
Politik braucht Analyse, nicht nachträgliche Erzählung.

**CTA:**  
Fachgrundlage offenlegen.

## Kurzvideo 8: FGS und KKR

**Hook:**  
PR-Beratung ist nie nur PR, wenn Politik auf dem Spiel steht.

**Skript:**  
FGS Global meldete 2024, dass KKR die Mehrheit übernommen hat. Global Energy Monitor berichtet, KKR halte erhebliche fossile Beteiligungen. Wenn eine solche Agentur im Umfeld ministerieller Kommunikation auftaucht, ist das nicht automatisch verboten. Aber es braucht Transparenz: Welche Aufgaben? Welche Grenzen? Welche Interessenkonflikte?

**On-Screen:**  
Kommunikation formt Politik.

**CTA:**  
Beraterverträge offenlegen.

## Kurzvideo 9: Die Solar-Vergangenheit

**Hook:**  
2012 ist nicht vorbei. Es ist eine Warnung.

**Skript:**  
Der Bundestag beschloss 2012 Kürzungen bei der Solarförderung. Reiche war damals Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium. Die deutsche Solarbranche verlor in den Folgejahren zehntausende Jobs. Das hatte mehrere Ursachen: Politik, Preisdruck, China, Überkapazitäten. Genau deshalb muss Energiepolitik heute besser werden: weniger ideologische Bremsen, mehr verlässliche Industriepolitik.

**On-Screen:**  
Zehntausende Jobs verloren. Lernen wir diesmal?

**CTA:**  
Energiewende als Industriepolitik behandeln.

## Kurzvideo 10: Die Forderung

**Hook:**  
Das ist die ganze Kampagne in 20 Sekunden.

**Skript:**  
Wir sagen nicht: Reiche ist schuldig. Wir sagen: Reiche muss Antworten geben. Alle Gutachtenfassungen offenlegen. Lobbykontakte transparent machen. Beraterverträge prüfen. EU-Klimaziel 2050 klar bestätigen. Und endlich über Karenzzeiten reden. Wer Energiepolitik für ein Industrieland macht, muss mehr liefern als Vertrauen. Sie muss Belege liefern.

**On-Screen:**  
Keine Unterstellung. Kontrolle.

**CTA:**  
Faktenhub teilen.

## Instagram/LinkedIn-Karussell 1

**Titel:** 5 belegte Fakten über Reiches Energiepolitik

1. Seit 6. Mai 2025 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.
2. Vorher Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG.
3. Teilnahme an CERAWeek in Houston im März 2026.
4. Medienberichte: Aussage über mögliche 5-10-Prozent-Lücke beim EU-Ziel 2050.
5. Greenpeace-Dossier: Vorwurf von mindestens 28 inhaltlichen Änderungen am Monitoringbericht.

**Abschluss:**  
Fakten sind keine Kampagne. Was daraus folgt, ist politische Verantwortung.

## Instagram/LinkedIn-Karussell 2

**Titel:** Das Problem heißt nicht Meinung. Das Problem heißt Macht.

1. Eine Ministerin darf energiepolitisch anderer Meinung sein.
2. Aber sie verwaltet ein Ressort mit Milliardenwirkung.
3. Sie kam aus einem Energieunternehmen.
4. Sie relativiert laut Medienberichten ein verbindliches Klimaziel.
5. Ihr Ministerium steht wegen Gutachtenänderungen in der Kritik.
6. Deshalb braucht es Transparenz, nicht Vertrauensvorschuss.

## X/Bluesky-Thread

1/ Katherina Reiche war bis 2025 Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG. Seit dem 6. Mai 2025 ist sie Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Das ist der Kern des Drehtür-Problems: legal, aber kontrollbedürftig. Quelle: Bundesregierung.

2/ Im März 2026 nahm Reiche an der CERAWeek in Houston teil. Das BMWE kündigte Gespräche mit Energieunternehmen, internationalen Organisationen und Regierungen an. Quelle: BMWE.

3/ Laut Medienberichten über Politico sprach Reiche dort von mehr Flexibilität beim EU-Ziel Klimaneutralität 2050 und einer möglichen 5-10-Prozent-Lücke. Quelle: n-tv/ZEIT.

4/ Dieses Ziel ist kein unverbindlicher Wunsch. Die EU-Verordnung 2021/1119 setzt Klimaneutralität bis 2050 als verbindliches Ziel. Quelle: EUR-Lex.

5/ Greenpeace wirft dem BMWE in einem Dossier vom 30. April 2026 vor, mindestens 28 inhaltliche Änderungen an einem Monitoringbericht veranlasst zu haben. Quelle: Greenpeace.

6/ Die Forderung ist einfach: Alle Fassungen offenlegen, Änderungen begründen, Lobbykontakte transparent machen, Beraterverträge prüfen.

7/ Keine Unterstellung. Kontrolle. Genau dafür ist Öffentlichkeit da.



